Schockmann Schuhe — Headless Shopify Case Study

YOUNG CREATIVES hat fuer Schockmann Schuhe, ein Hamburger Schuhhaus seit 1902, den Onlineshop als Headless-Shopify-Storefront auf Next.js neu gebaut. Shopify bleibt das Handelssystem im Hintergrund, die Storefront davor ist eine eigene Anwendung.

Ausgangslage

Gesundheitsschuhe werden nicht spontan gekauft. Die Kundschaft sucht mit einem Anlass — Hallux Valgus, Fersensporn, eine Einlagenversorgung, Rueckenbeschwerden — und braucht die Sicherheit, dass der Schuh passt. Standard-Shops sind auf Kategorie, Marke und Groesse ausgelegt. Halbgroessen, Weiten und die Frage, ob eine orthopaedische Einlage hineinpasst, stehen dort bestenfalls im Beschreibungstext und sind damit nicht filterbar. Fuer die Suchanfragen, mit denen diese Kundschaft beginnt, existiert in einem Theme keine eigene Seite.

Was headless hier bedeutet

Headless ist eine Arbeitsteilung, keine Technikentscheidung. Bei Shopify bleiben Warenkorb, Checkout, Zahlarten, Steuern, Versandtarife, Bestaende und Bestellungen — alles, was mit Geld, Bestand und Recht zu tun hat. Ein Nachbau davon waere teuer und wuerde nichts besser machen. In der eigenen Storefront liegen Seitenstruktur, URLs und Canonicals, Inhalte und Beratungsstrecken, Filterlogik und Suche sowie das Rendering. Also alles, was darueber entscheidet, ob jemand das richtige Produkt findet und ob die Seite ueberhaupt gefunden wird.

Was dadurch moeglich wurde

Filter, die zum Sortiment passen

Halbgroessen von 34 bis 49, Weiten, Marken und die Angabe, ob ein Modell einlagengeeignet ist — als echte Filter statt als Fliesstext. Wer orthopaedische Einlagen traegt, kommt in wenigen Klicks auf die passenden Modelle.

Beratung als eigene Seite

Zu Hallux Valgus, Arthrose, Fersensporn und Rueckenbeschwerden gibt es jeweils eine eigene Seite mit eigener URL, eigenem Text und eigenem Canonical — statt einer Sammelkategorie, die fuer keine dieser Suchanfragen gemacht ist.

Vom Problem zum Produkt

Schuhberater, Groessenberater und Groessentabellen fuehren von der Frage zum Modell. Dazu 360-Grad-Ansicht und Passform-Hinweise direkt am Produkt.

Filialen und Beratung vor Ort

Hamburg-City, Blankenese und Poppenbuettel haben je eine eigene Seite mit Oeffnungszeiten, Anfahrt und Beratungsangebot. Wer lokal sucht, landet auf der Filiale statt auf einer Uebersicht — der Shop arbeitet fuer das Ladengeschaeft statt gegen es.

Beratung ausserhalb der Oeffnungszeiten

Ein KI-Assistent beantwortet Fragen zu Passform, Einlagen, Versand und Rueckgabe und greift dabei auf dieselben Daten zu wie der Shop.

Stack

  • Next.js App Router: Rendering, Routing und Mehrsprachigkeit
  • Shopify Storefront API: Katalog, Warenkorb und Checkout
  • Shopify Admin API: Daten, die die Storefront nicht ausliefert
  • Supabase: Bildablage ausserhalb des Shopsystems
  • Eigener Suchindex: Suche ueber Produkte, Marken und Inhalte
  • Eigener Admin-Bereich: Auswertung, Inhalte und Kampagnensicht

Wann sich das lohnt

Der Aufwand lohnt sich nicht fuer jeden Shop. Er lohnt sich dort, wo Beratung ueber den Kauf entscheidet, wo das Sortiment Eigenschaften hat, nach denen gefiltert werden muss, und wo die Kundschaft mit einer Frage sucht statt mit einem Produktnamen.

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